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Inspirierende Orte und Begegnungen

Ein Straßenzug im Patrick-Henry-Village bei Heidelberg wurde in ein Künstlerdorf verwandelt. Eigentlich ist die ehemalige US-Militärfläche nicht öffentlich zugänglich. Hohe Zäune, oben mit Stacheldraht bestückt, sorgen mit Eindruck dafür, dass dies auch eingehalten wird. In einer Kooperation zwischen dem METROPOLINK-Festival und der IBA Heidelberg wurde im Juli 2018 für zehn Tage ein kleiner Teil öffentlich zugänglich gemacht. Der San Jacinto Drive verwandelte sich in einen Raum gefüllt mit Kunst und Kultur. Seit Jahren stehen die Offiziers-Villen längs der leicht geschwungenen, von hohen Bäumen gesäumten Straße leer. Der Strom in den Häusern ist abgestellt, die Wasserrohre funktionieren nicht mehr. Nach Einbruch der Dunkelheit wird die beinahe magische Szenerie von alten Straßenlaternen beleuchtet. Was wäre, wenn die Villen von all dem Leben erzählen könnten, das sich seit den 1950er Jahren bis zum Abzug des amerikanischen Militärs aus Heidelberg hier abspielte? Bis zu 8000 Einwohner wohnten im Patrick-Henry-Village, mit eigenen Supermärkten und Schulen.

METROPOLINK lud über zwanzig namhafte Künstler nach Heidelberg ein, um die Fassaden zu gestalten, Skulpturen zu bauen und Lichtinstallationen zu zeigen. Die Künstler bemalten für das Projekt zehn der leerstehenden US-Offiziersvillen. Auf einer Bühne wird während der zehn Tage ein vielfältiges Programm geboten.

Einige der Häuser wurden im Erdgeschoss-Bereich geöffnet, um Visionen des zukünftigen Stadtteils zu zeigen. Die verlassenen Militärgelände der US-Army in der gesamten Region sind eine Herausforderung, aber auch eine Chance für die Stadtentwicklung.

An dem Projekt beteiligten sich die Künsterlinnen und Künstler Guido Zimmermann, Matthias Mross, Zest, Limow, Daniel Thouw, Bordalo II, Herakut, Wayne Horse, Salome Rigvava, Tape That, Kera, Welldone-Studios, Sam3, Marius Ohl, Golden Green, Kozdos, Kaar, Wesr, Sweetuno, Aaron Prissnr, Jaime Ramirez, Stohead, Cssjpg, Malique, Quintessenz und Jan Paul Müller.

Fotos der Streetart: Jürgen Schmid. Mit freundlicher Erlaubnis des Kurators und Festivalleiters METROPOLINK Pascal Baumgärtner.

Das erste Foto zeigt die von der Künstlergruppe "Tape Art Collective" gestaltete Garage einer der leerstehenden Villen. Die Häuser wären auch ein zauberhafter, inspirierender Ort für „Writers in Residence“. Die Angelegenheit mit den Wasserrohren und dem Strom müsste vorher noch irgendwie gelöst werden.

Auf dem zweiten Foto ist Theresia Bauer, Landesministerin in Baden-Württemberg für Wissenschaft, Forschung und Kunst mit Kurator Pascal Baumgärtner und einigen Gästen der Führung zu sehen, zu der sie eingeladen hat. Foto: Teresa Fanz.

Das Village ist für das Publikum noch bis zum 28. Juli 2018 geöffnet.

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